Weltmeisterschaft 2011
- Veröffentlicht am 22. Januar 2012
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Jocelin Pusch vom MSV Bautzen wird Junioren-Vizeweltmeisterin im Speed Badminton Alexander Gollmer holt Bronze
Berlin- Ende August fanden im legendären Steffi Graf Tennis-Stadion in Berlin die ersten Weltmeisterschaften im Speed Badminton statt. Über 380 Sportler aus 29 Nationen kämpften auf 36 Feldern in über 700 Spielen um den Weltmeistertitel in den insgesamt 10 Altersklassen.
Der MSV Bautzen, mit der größten Speed Badminton Abteilung Deutschlands, durfte bei diesen wichtigstem Turnier in der noch jungen Speed Badminton Geschichte natürlich nicht fehlen. Die Bautzener waren in allen Altersklassen mit insgesamt 28 Sportlern in Berlin am Start. Die meisten von ihnen mussten am ersten Turniertag bei 34 Grad im Schatten in mehreren Qualifikationsspielen um den Einzug in die Hauptrunde kämpfen. Am besten gelang das der starken Jugendabteilung des MSV, denn dort konnten sich „alle“ angetreten Spieler/innen für die Hauptrunde qualifizieren.
Bei den Erwachsenen schafften acht Bautzener den Sprung in die Hauptrunde, dazu kamen noch Christian Matthes bei den Herren sowie Hagen Stange bzw. Bernd Nickel bei den Herren Ü40, die durch ihre guten Platzierungen in der Weltrangliste für die Hauptrunde gesetzt waren. Für die Bautzener war das schon ein Riesenerfolg.
Derart motiviert ging es am nächsten Turniertag im K.o System in die Hauptrundenspiele. Dort bestätigte die MSV Jugend ihre hervorragenden Leistungen aus der Qualifikation. Bei den Jungen U18 kam Maximilian Bilk ins Achtelfinale sowie die Zwillinge Hans und Richard Kuntsche bis ins Viertelfinale. Eine tolle Leistung zeigten auch Sophia und Jenny Nitschke die es bei den jungen Damen U18 immerhin bis ins Viertelfinale schafften. Bei den Jungen U14 gelang es Felix Kalauch ebenfalls bis ins Viertelfinale vorzustoßen. Eine Sensation in dieser Altersklasse gelang Alexander Gollmer der sein Viertelfinal gewann und mit dem erreichen des Halbfinals die Bronzemedaille schon sicher hatte, im Spiel um den Einzug ins Finale musste er sich seinem Gegner aus Kroatien allerdings mit 0:2 (9:16, 13:16) Sätzen geschlagen geben. Nach anfänglicher Enttäuschung über das verlorene Halbfinale, konnte sich Alexander über einen sensationellen dritten Platz bei einer Weltmeisterschaft freuen. Wer kann das schon von sich behaupten!
Bei den Mädchen U14 überschlugen sich dann die Ereignisse, während sich Magdalena und Laura Nickel mit einer ganz tollen Leistung im Viertelfinale ihren Konkurrenten geschlagen geben mussten, marschierte die MSV Spielerin Jocelin Pusch von Sieg zu Sieg. Schon der Einzug ins Halbfinale und damit die sichere Bronzemedaille war bei der extrem starken Konkurrenz, besonders aus Osteuropa, schon viel mehr als erwartet. Mit der sicheren Medaille im Hinterkopf ging Jocelin in ihr Halbfinale. Als einzig verbliebene deutsche hatte sie natürlich fast die gesamte Tribüne, darunter 70 extra angereiste Fans aus Bautzen, hinter sich. In einem hochspannenden Matsch konnte sich Jocelin, unter dem Jubel der vielen Zuschauer, gegen ihre Gegnerin aus der Slowakei mit 2:1 Sätzen durchsetzen. Das bedeutete der Einzug ins Finale bei der ersten Speedminton® Weltmeisterschaft. Im Finale traf sie nun auf die favorisierte Kroatin Paula Barkovic. Das Finale wurde laut Reglement in drei Gewinnsätzen ausgetragen, beiden Spielerinnen merkte man die etlichen kräftezehrenden Matsches im Verlauf des Turniers an. Aber gepuscht von den vielen Zuschauern zeigten beide ein sensationelles Spiel. Nach einem 0:2 (14:16, 11:16) Satzrückstand und mehreren Matschbällen gegen Jocelin, sah alles nach einem Sieg der Kroatin aus. Doch Jocelin, die die bessere Fitness hatte, kämpfte sich noch einmal heran und konnte unter dem Jubel der Zuschauer den dritten Satz mit 17:15 für sich entscheiden. Im vierten Satz konnte die Bautzenerin eine ganze weile mithalten, doch die technisch starke Paula Barkovic lies ihre Gegnerin laufen und setzte sie permanent unter Druck, so dass nun auch bei Jocelin die Kräfte am Ende waren. Die Kroatin konnte den vierten Satz mit 16:10 für sich entscheiden und holte sich somit verdient den Weltmeistertitel in der Kategorie Mädchen U14. Für Jocelin Pusch vom MSV Bautzen und ihre Fans war die Freude über den Vizeweltmeistertitel trotz des verlorenen Finales riesengroß und sie strahlte, erschöpft und kaputt, gemeinsam mit ihrem Trainer Christian Matthes um die Wette.
Christian Matthes musste sich jedoch schnell wieder auf seine eigenen Spiele konzentrieren, denn auch er stand noch im Turnier und musste sich erst im Viertelfinale dem Berliner Rene Lewicki mit 0:2 (13:16, 11:16) geschlagen geben. Ebenfalls bis ins Viertelfinale kam Bernd Nickel in der Kategorie Herren Ü40, sein Gegner war dort der an drei gesetzte Damir Ilic, dem späteren Finalisten, aus Kroatien der auch das Spiel mit 2:0 (16:7, 16:13) für sich entscheiden konnte. In der gleichen Altersklasse scheiterte auch Hagen Stange, der gegen seinen schwedischen Kontrahenten in zwei knappen Sätzen im Achtelfinale mit 0:2 (15:17, 13:16) unterlag. Als einzige Dame des MSV Bautzen qualifizierte sich Cathleen Selge für die Hauptrunde, sie musste sich allerdings im ersten Spiel der K.o. Runde einer Spielerin aus der Slowakei mit 0:2 (11:16, 15:17) beugen.
Erwähnenswert ist auf jeden Fall noch die Leistung von Hartmut Giering vom heimischen MSV Bautzen. Er war mit 66 Jahren der älteste Teilnehmer der WM und ist wahrscheinlich auch der älteste aktive Speed Badminton Spieler weltweit. Er wurde in seiner Altersklasse Herren Ü50 in der Oualifikation ausgerechnet in eine 5er Gruppe gelost. Trotz starker Leistung, er musste in allen Spielen über die volle Distanz, konnte er sich gegen seine deutlich jüngere Konkurrenz leider nicht für die Hauptrunde qualifizieren.
Weltmeister im Speed Badminton wurden bei den Damen: Janet Köhler (Berlin), Herren: Per Hjalmarson (SWE), Damen Ü35: Karin Chabrel (FRA), Herren Ü40: Uli Burkhardt (Berlin), Herren Ü50: Vincent Krieger (FRA), Doppel: Rene Lewicki/Daniel Gossen (Berlin), Mädchen U14: Paula Barkovic (CRO), Jungen U14: Adam Kakula (SVK), Mädchen U18: Alexandra Kaczvinska (SVK), Jungen U18: Tomas Pavlovski (SVK)
Alles in allem war es für die Bautzener Speed Badminton Spieler, mit einem Vizeweltmeistertitel, einem dritten Platz und vielen guten Platzierungen eine überaus gelungene Weltmeisterschaftspremiere und eine ungemeine Motivation für die nächsten Trainingseinheiten und Turniere.
Bedanken möchten sich die Spieler und Betreuer des MSV Bautzen, bei den vielen mitgereisten Fans, darunter das Jugendblasorchester Bautzen, das während des Finaltages in Berlin ordentlich für Stimmung sorgte. Das zeigt das die noch junge Sportart Speed Badminton gerade in unserer Region schon einen großen Stellenwert hat.
Wer Lust hat Speed Badminton gerne selbst einmal auszuprobieren, ist bei den Speedminton® Red Devils des MSV Bautzen 04 gerne gesehen.
Czech Open 2011
- Veröffentlicht am 22. Januar 2012
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Christian Matthes Dritter bei Czech Speedminton Open
Es war ein Deja-vu in der goldenen Stadt Prag: Erneut standen sich ein Franzose und ein Deutscher im Finale gegenüber, und erneut gab es einen französischen Sieger. Bei den in diesem Jahr zum ersten Mal ausgetragenen Czech Speedminton Open am 19. November konnte Beranger Mocaer innerhalb eines Monats bereits den zweiten Turniersieg in Folge feiern. Wie bereits zuvor beim Turnier in Polen traf er mit dem ehemaligen Deutschen Meister Rene Lewicki auf einen der besten deutschen Spieler. Am Ende hieß es nach einem hochklassigen Spiel mit vielen zugleich langen und sehr schnellen Ballwechseln 2:0 für Mocaer, der sich mit dem Sieg auf Platz 6 der internationalen Rangliste schieben konnte.
Im Halbfinale war er auf den Bautzener Spieler Christian Matthes getroffen, der ein sehr gutes Turnier spielte und nach dem 3. Platz bei den Polish Open in Poznan im Oktober mit dem geteilten 3. Platz sein zweitbestes Resultat bei einem internationalen Turnier in dieser Saison feiern konnte. Während Mocaers Einzug ins Halbfinale durch klare Siege über seine jeweiligen Gegner gekennzeichnet war, musste Matthes sich im Viertelfinale gegen Jan Scavnicky aus der Slowakei behaupten. Nach verlorenem ersten Satz gelang es dem Bautzener mit einer großen Kraftleistung, den 2. Satz zu gewinnen und somit durch den Satzausgleich die Entscheidung im 3. und letzten Satz zu erzwingen. Auch hier war es sehr eng und ausgeglichen. Keiner der beiden Spieler konnte sich entscheidende Vorteile erspielen, die zu einem vorzeitigen mentalen Einbrechen des Gegners geführt hätten. Am Ende hatte Matthes jedoch das Glück auf seiner Seite und gewann das Spiel mit 2:1 Sätzen.
Damit war Matthes auch gleichzeitig erfolgreichster Spreestädter bei den Erwachsenen, die neben dem Viertelfinal-Einzug von Hagen Stange und Bernd Nickel bei den Herren U40 und dem Viertelfinal-Einzug von Uwe Jüptner bei den Herren einen hervorragenden 3. Platz von Laura Nickel bei den Mädchen U14 sowie einen geteilten 4. Platz durch Alexander Gollmer bei den Jungen U14 mit nach Hause nehmen konnten. Lediglich Cathleen Selge, Frank Jüptner und Sebastian Timm hatten den Einzug in die Finalrunde teilweise unglücklich verfehlt.
Laura Nickel musste sich nur Paula Barkovic aus Kroatien und der späteren Siegerin Terezia Gibalova aus der Slowakei geschlagen geben. Besonders spannend war das Spiel der aktuellen Nummer 1 der deutschen Speed Badminton-U14-Wertung gegen die amtierende U14-Weltmeisterin Barkovic. In einem sehr ausgeglichenen Spiel, bei dem sich beide Akteurinnen auf Augenhöhe begegneten, konnte sich Nickel den 1. Satz gegen die Kroatin mit 18:16 sichern. Im 2. Satz gelang es Barkovic, stärker die Ballwechsel zu dominieren und die wichtigen Punkte zu machen. Ein 12:16 aus der Sicht von Nickel rettete die Zagreberin in den Entscheidungssatz. Hier zeigte die nationale Badminton-Meisterin Kroatiens in ihrer Altersklasse die stärkeren Nerven und konnte sich am Ende mit 16:13 durchsetzen und ins Finale einziehen. Mit diesem Ergebnis unterstrich die junge Bautzenerin erneut die gute Arbeit, die im Jugendbereich der Speedminton Red Devils des MSV Bautzen 04 seit 2009 intensiv betrieben wird.
Eine große Überraschung erlebte die Frauenkonkurrenz, in der sich die bis dahin noch völlig unbekannte tschechische Spielerin Zuzana Kubanova gegen die Slowakin Lucia Syc-Krivanova glatt in 2 Sätzen durchsetzen konnte und damit dem gastgebenden Verein aus Pardubice nordwestlich von Prag das beste Resultat verschaffte. Dritte wurden Elena Svyatkina, die für die Ukraine an den Start geht, und Daniela Klincakova aus der Slowakei.
Insgesamt nahmen an dem Turnier der höchsten Wertungskategorie 129 Spieler aus 11 europäischen Staaten teil. Die Bautzener stellten mit 10 Aktiven dabei die größte Gruppe innerhalb aller deutschen Speed Badminton-Vertreter.
Deutsche Meisterschaft 2011
- Veröffentlicht am 22. Januar 2012
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Hans Kuntsche Deutscher U18-Speed-Badminton Meister 2011
Nachdem der Matchball verwandelt war, stand fest: der Verein mit dem zweitweitesten Anreiseweg stellt den gegenwärtig besten U18-Speed-Badmintonspieler Deutschlands im Jahr 2011. Der Bautzener Spieler Hans Kuntsche, der für die Red Devils Bautzen des MSV Bautzen 04 startet, konnte sich in einem hochklassigen Finale in 3 Sätzen gegen den Wolfsburger Tim Friemelt durchsetzen und den Titel bei den diesjährigen Meisterschaften im nordrhein-westfälischen Hennef in die ostsächsische Spreestadt holen.
Bevor der Moment des Triumphes gefeiert werden konnte, hatte der 16jährige Kuntsche auf dem Weg ins Finale nach einem souveränen Auftritt während der Gruppenphase zuerst im Viertelfinale den Schauenburger Fabian Brombach und danach im Halbfinale in einem vereinsinternen Duell Jenny Nitschke jeweils ohne Satzverlust bezwungen. Sein Gegenspieler, der im Vorfeld des Turniers als einer der Favoriten unter den Fachleuten gehandelt wurde und bereits im letzten Jahr im Finale stand, konnte sich ebenfalls gegen seine Kontrahenten durchsetzen, ohne dabei über die volle Spieldistanz gehen zu müssen.
Aufgrund der Absage des amtierenden Deutschen Meisters war bereits vor Turnierbeginn klar gewesen, dass es in diesem Jahr einen neuen Deutschen Meister geben würde. Und beide Finalisten gaben ihr Bestes, um dieses Ziel zu erreichen. Einmal mehr gelang es Hans im Turnierverlauf dabei, seine Klasse auszuspielen. Nach 2 Sätzen, die sehr knapp gewonnen wurden, ließ er seinem Gegner im 3. Satz nur wenig Chancen und holte sich schließlich hochverdient mit 16:13, 16:14, 16:8 den Sieg.
Auch in der Altersklasse bis 14 Jahre konnten die Bautzener einen Podestplatz feiern. Laura Nickel erkämpfte sich gegen den Buxtehuder Niklas Feierabend den Titel der Deutschen Vizemeisterin, nachdem sie auf dem Weg ins Finale im Viertelfinale auf ihre Vereinskameradin und amtierende Vizeweltmeisterin Jocelin Pusch getroffen war und diese in 2 hart umkämpften Sätzen besiegt hatte. Ihr Gegner Feierabend traf eine Runde später im Halbfinale auf einen weiteren Devil, den WM-Dritten Alexander Gollmer. Damit konnte Gollmer sein Ergebnis vom August dieses Jahres erneut unterstreichen.
Eine Überraschung gab es in der Altersklasse Ü40, wo sich mit dem Marienberger Jürgen Brüchner ein Turnierneuling gleich bei der ersten Teilnahme überhaupt den zweithöchsten Platz in Deutschland in der jungen und dynamischen Sportart gegen den amtierenden Weltmeister Ulrich Burkhardt aus Berlin erkämpfte. Erfolgreichster Bautzener war hier Bernd Nickel, der sich erst in einem bis zum Ende spannenden und hochklassigen Halbfinale nach einer sehr starken Leistung und 5 gespielten Sätzen dem späteren Zweitplatzierten geschlagen geben musste.
Auch bei den Herren ging der Titel wie schon in den vergangenen Jahren nach Berlin. Allerdings kam es diesmal nicht zu einer Neuauflage des Finales von 2010, als der Deutsche Meister Rene Lewicki den Titel gegen seinen Vereinskameraden Daniel Gossen verteidigen konnte. Statt dessen scheiterte der WM-Dritte Lewicki im Halbfinale an seinem nationalen Dauerrivalen. Der Vizeweltmeister traf dann im Finale auf Patrick Schüsseler aus Köln und konnte sich klar in 3 Sätzen durchsetzen. Beste Bautzener waren Uwe Jüptner und Christian Matthes, die jeweils das Viertelfinale erreichten.
Die Damenkonkurrenz stand bis zum Endspiel ganz im Zeichen der Weltmeisterin Janet Köhler aus Berlin. Die frühere Badminton-Nationalspielerin und bis dahin amtierende Deutsche Meisterin im Speed Badminton unterlag jedoch in einem packenden Spiel Jenny Greune aus Hamburg, die bereits 2 Wochen zuvor die Offenen Polnischen Meisterschaften in Poznan gewonnen hatte, in 4 Sätzen. Beste Bautzenerin war Cathleen Selge, die wie ihre männlichen Vereinskameraden ins Viertelfinale einzog.
Insgesamt waren die Red Devils Bautzen mit 20 Spielern und Spielerinnen in allen Kategorien vertreten und stellten damit bei einer Gesamtzahl von 131 Aktiven den am stärksten präsenten Verein des Turniers.
